DPSG Haßmersheim Stamm Benedikt
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Sommerlager 2016 - ab auf die Insel!

Am 29.07.2016 ging es für uns alle wieder los ins langersehnte Sommerlager. Mit dem Zug fuhren wir nach Hochhausen im Taubertal, um anschließend das restliche Stück zu unserem Lagerplatz nach Werbach zu wandern.

 

Wir alle freuten uns schon sehr auf das Lager, fand es doch in diesem Jahr auf einer eigenen kleinen Insel statt. Die Insel konnte man wirklich nur über einen schmalen Steg erreichen. Im Nu hatten wir sie also für uns erobert.

Wie immer kam gleich zu Beginn des Lagers der anstrengendste Teil, nämlich der Aufbau. Die Küche konnten wir uns glücklicherweise sparen, da wir einen Holzunterstand als Küche umfunktioniert hatten. Alle packten kräftig mit an und so waren wir rasch fertig und konnten uns den schönen Dingen des Lagers widmen. Wir badeten in der Tauber, sangen am Lagerfeuer und am Ende des Tages, schickten wir eine Flaschenpost auf die Reise. Dieses Ritual wollten wir nun jeden Abend wiederholen.

 

Am nächsten Morgen starteten wir gleich mit vollem Elan ins Lagerprogramm. Die Lagerplatzgestaltung stand auf dem Programm. So entstanden in verschiedenen Gruppen eine Schiffswäscheleine auf welcher man nachlesen konnte wer mit Spülen an der Reihe war, ein Mastfunk mit Steuerrad und Schiffsglocke für die abendlichen Nachrichten, ein Tassenbaum, ein schwarzes Brett und eine große Lagerflagge, welche wir jeden Morgen am Mast hochzogen. Die Kombüse wurde noch als solche sichtbar beschriftet und als langsam der Abend kam, waren wir alle sehr zufrieden mit unserer Insel. Bei einer großen Portion Lagerfeuer-Popcorn ließen wir den Abend ausklingen.

 

Der Sonntag stand ganz unter dem Motto „Wie sieht ein richtiger Pirat aus“. Die Leiter hatten sich wieder tolle Sachen für uns überlegt. Wir bedruckten Dreieckstücher, bastelten Augenklappen, Bandanas und Totenkopfarmbänder. Außerdem malten wir uns Henna-Tattoos auf die Haut. Es gab auch ein Piraten 1.Hilfe Paket, welches diverse Kleinigkeiten beinhaltet, die man bei Verletzungen so braucht. Die Jupfis haben noch eine Hängematte gebaut, die aufgehängt zwischen zwei Bäumen, zum Relaxen einlud. Dieser Tag ging leider wieder viel zu schnell zu Ende.

 

Der Montag war dann der große Tag des Aufbruchs für die Jungpfadfinder. Sie machten sich auf zu ihrem Hajk. (Anmerkung der Redaktion J: Ein Hajk ist eine Art von Geschicklichkeits- und Aufgabenlauf. Die Jugendliche sollen auf dem Weg zu einem festgelegten Ziel verschiedene Aufgaben lösen.)

In vier Kanadiern starteten sie kurz vor Tauberbischofsheim, um die nächsten 3 Tage in Richtung Wertheim die Tauber zu befahren. Unterwegs mussten sie viele verschiedene Aufgaben lösen. Erschwerend kam hinzu, dass sie nur folgende Sachen mitnehmen durften: Einen Esbit- Kocher mit Topf und Feuerzeug, jeder einen Stoffbeutel mit Kleidung und Schuhen, ein Schlafsack und eine Zahnbürste. Außerdem einen Kanister, eine Sonnencreme sowohl eine Rolle Klopapier für die Gruppe, ein Geschirrhandtuch und eine Plane für die Übernachtung irgendwo in der Natur. Jeder Jupfi durfte sich noch fünf Luxusartikel (z.B. ein Kissen, Duschbad, Haarbürste, Teller, Tasse, Besteck…) aussuchen. Die Gruppe bekam noch 12 Euro Verpflegungsgeld für die drei Tage und eine Packung Schokolade als Tauschartikel. Unterwegs mussten sie dann mit Hilfe einer Wasserkarte und einer Umgebungskarte diverse Orte aufsuchen, um dort Aufgaben zu erledigen und sich nebenbei noch um die Lebensmittelbeschaffung für die nächsten Tage kümmern. Auch der Schlafplatz für die Nacht, musste selbst gesucht werden. Eine aufregende Zeit.

Die Wölflinge hatten ein separates Programm. Sie bauten kleine Flosse aus Eisstielen, um anschließend auf der Tauber ein Wettrennen zu veranstalten. Außerdem machten sie sich auf Edelstein- und Goldbärensuche auf dem Lagerplatz. Den restlichen Tag, gab es dann noch verschiedene Gruppenspiele, ein großes Lagerfeuer und ganz viel Popcorn. Am Abend war es dann deutlich ruhiger als sonst, da die Jupfis ihre Nacht nicht auf dem Platz verbrachten, sondern etwas außerhalb eine Wiese gefunden hatten.

 

In der Nacht fing es dann ziemlich stark an zu regnen. Sofort mussten wir an die Jupfis denken, die in der Nähe auf einem Feld übernachtet hatten. Gespannt warteten wir bei strömendem Regen am Ufer, um den Jupfis bei ihrer Durchfahrt aus dem Wasser zu helfen. Eingepackt in Regencapes kamen sie kurze Zeit später am Lagerplatz an. Nachdem alle wieder trockene Kleidung trugen und einen warmen Tee betrunken hatten, gab es dann leckere Burger. Den restlichen Tag ließen wir dann ganz entspannt ausklingen. Es wurde gespielt und sich ansonsten ganz der eigenen Schönheit gewidmet. Es gab diverse Schönheitsanwendungen wie Gesichtsmasken, Pedi- und Maniküre und vieles mehr.

 

Am Mittwoch konnten die Jupfis ihre Tour weiter fortsetzen. Zum Glück hatte es mittlerweile aufgehört zu regnen.

Die Wölflinge machten sich heute auf zu einer Wanderung mit einer kleinen Schatzsuche. Es ging darum, möglichst viele Goldtaler unterwegs zu finden, welche auch ohne größere Mühe gefunden wurden. Wieder zurück auf dem Lagerplatz, konnte dann jeder seinen Mittag frei gestalten. So wurde, gespielt, gebastelt oder einfach nur im Zelt „gechillt“. Gegen Abend kamen auch wieder alle Jupfis zurück, die ihre Tour am Abend endgültig beendet hatten. Am Lagerfeuer erzählten sich die einzelnen Stufen dann von ihren Erlebnissen. Es wurde bis spät in den Abend gelacht und gesungen.

 

Der Donnerstag wurde zu unserem Ausflugstag. Gemeinsam fuhren wir mit dem Zug nach Wertheim und wanderten dort zum Glasmuseum. Dort gab es viele interessante Stationen, an welchen man unterschiedliche Test durchführen konnte. Alles drehte sich rund ums Thema Glas. Man konnte sich verkleiden, durch dicke Glasbrille betrachten oder in einem Zerrspiegel betrachten. In der unteren Etage gab es auch einen kleinen Glas-Shop, in welchem wir viele kleine Erinnerungen an diesen tollen Tag kaufen konnten. Das Highlight folgte ganz zum Schluss. Wir hatten einen Termin beim Glasbläser. Jeder Einzelne durfte sich seine eigene Glaskugel für zu Hause blasen, das war gar nicht so leicht wie es aussah.

Bevor es wieder zurück auf den Lagerplatz ging, durften wir noch in kleinen Gruppen durch Wertheim bummeln. Natürlich durfte ein großes Eis auch nicht fehlen.

 

Der Freitag war dann schon wieder der letzte Tag vor der Abreise. Jede Stufe war heute für etwas zuständig. Die Wölflinge für das Abendprogramm während dem Abschlussfest und die Jungpfadfinder für das Essen, welches es am Abschlussfest geben sollte. Den ganzen Tag über wurde geplant, geprobt und vorbereitet. Am Nachmittag nahmen wir uns dann auch noch Zeit, dass Pfadfinderversprechen mit den Einzelnen Kindern für den Abend vorzubereiten. Jeder suchte einen für sich passenden Versprechensspruch aus, welchen er am Abend, in feierlicher Runde vortragen konnte.

Dann endlich wurde es Abend und das Fest konnte beginnen. Das Buffet sah wirklich köstlich aus und genauso schmeckte es auch. Auch das Abendprogramm der Wölflinge war beeindruckend. Zum Abschluss eines wunderschönen Lagers, kam dann in völliger Dunkelheit noch der Höhepunkt des Abends – das Versprechen. Zwischen Fackeln und Lilienbildern aus Teelichtern, durfte jeder am Banner sein Versprechen vor der Gruppe vortragen. Es war eine ganz tolle Atmosphäre. Wirklich ein Gänsehaut Moment. Alle gemeinsam stimmten wir noch unser Pfadfinderlied „Flinke Hände, flinke Füße, wachen Augen, weites Herz, Freundschaft…… unbeschreiblich! Mit Popcorn überm Lagerfeuer beendeten wir den Abend, ehe wir ein letztes Mal in unsere Schlafsäcke krochen.

 

Früh morgens am Samstag mussten wir alle aufstehen. Nach einem ordentlichen Frühstück, mit Rührei und Speck, machten wir uns alle an den Abbau. Böden wurden geschrubbt, Heringe geputzt, alle Lagerbauten wieder abgebaut, anschließend alles verpackt und in den Hänger getragen. Es blieb zum Glück auch alles trocken.

Mit dem Zug fuhren wir wieder nach Haßmersheim, wo wir schon sehnsüchtig erwartet wurden.

 

Danke für die tolle gemeinsame Zeit!

 

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