DPSG Haßmersheim Stamm Benedikt
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Scoutside - gemeinsam die Welt gestalten

 

Unter dem Motto "Scoutside - gemeinsam die Welt gestalten" trafen sich vom 1.8. - 11.8. rund 2000 Pfadfinder der Erzdiözese Freiburg zu einem großen Zeltlager in Sigmaringen.

 

Bereits Wochen zuvor hatten wir uns auf dieses Großlager vorbereitet. Mehr als 100 Projekte zu den Themen Wüste, Gebirge, Polar, Insel und Urwald wurden angeboten, sodass die Teilnehmer unterschiedlichste Abenteuer erleben konnten. Wir hatten uns für das Wüstenprojekt „das verrückte Beduinenzelt“ entschieden, bei dem man Armbänder knüpfen, Buttons herstellen oder sich ein Henna-Tattoo malen lassen konnte.


Voller Vorfreunde ging es dann donnerstags für 15 Teilnehmer aus Haßmersheim mit der Bahn in Richtung Oberschwaben. Bei schönstem Sommerwetter bauten wir unsere Zelte auf und konnten dann samstags, nachdem wir freitags einen „Schwimmbadtag“ eingelegt hatten, mit unserem Projekt starten. Samstagsnachmittags gab es dann die erste Unwetterwarnung und wir wurden in die nahegelegene Kaserne evakuiert. Das Unwetter zog jedoch zum Glück am Zeltlager vorbei. Am folgenden Sonntag sollte am Besuchstag den zahlreichen Eltern, Verwandten, Bekannten und interessierten Leuten der Pfadfinderalltag nähergebracht werden, jedoch währte die Freude nur kurz.


Eben noch sonnig schlug das Wetter um die Mittagszeit innerhalb von 15 Minuten um und das Unwetter erwischte uns total unerwartet und unvorbereitet. Heftige Regengüsse und Orkanböen um die 100 km/h trafen Scoutside mit voller Wucht. Zusammen mit den anwesenden Eltern, versuchten wir zunächst noch unser Hab und Gut zu sichern und die Zelte zu stabilisieren. Als jedoch die Böen immer heftiger wurden und die Zelte nicht mehr zu halten waren, blieb uns nur noch die Flucht. Triefend nass und ausgepumpt erreichten wir alle die Hallen der Bundeswehr. Eine unserer Leiterinnen hatte beim Rennen eine Zeltstage an den Arm bekommen und musste zur Versorgung ins Krankenhaus nach Bad Saulgau gebracht werden, wo sich Gott sei Dank herausstellte, dass sie nur eine Prellung erlitten hatte und am Abend wieder zu uns stoßen konnte. Es erwies sich als Glücksfall, dass das Zeltlager in unmittelbarer Nähe zur Sigmaringer Kaserne (ca. 800m) lag und dass durch die Unwetterwarnung am Vortag, uns die Fluchtwege dorthin schon bekannt waren. Über 3 Stunden mussten dann alle, Pfadfinder wie Eltern, nass bis auf die Haut, sich in den Hallen aufhalten. Mit Rettungsdecken, Essen und Trinken wurden wir von den Rettungskräften versorgt. Eltern die erst nach dem Unwetter ankamen mussten bis ca. 17.00 Uhr vor den Toren der Kaserne warten bis sie zu uns kommen konnten. Nachdem wir wieder auf den Lagerplatz durften sahen wir auf dem Weg zu unseren Zelten Chaos und Verwüstungen. 1/3 der ca. 200 Zelte waren total zerstört worden. In unserem Lager hatten die Windböen unsere Zeltplanen zum Teil zerrissen und die Gestänge verbogen. Ein Großteil unserer Habseligkeiten (Kleider, Schlafsäcke etc.) war komplett nass. Die anwesenden Eltern haben uns dann beim Neuaufbau der Zelte unterstützt. Einige Pfadfindergruppen reisten allerdings auch ab. Wir Haßmersheimer Pfadfinder haben beschlossen unser Lager hier nicht aufzugeben, sondern weiter auf dem Zeltplatz zu bleiben. In den drauffolgenden Tagen gab es noch zweimal Unwetterwarnungen, bei denen wir jedes Mal in die Kaserne evakuiert wurden. Jedoch verliefen diese glimpflich.


Durch das Unwetter sind zahlreiche Planen gerissen und Gestänge verbogen, sodass eine Jurte (Aufenthaltszelt) komplett zerstört wurde. Die anderen Zelte sind mehr oder weniger stark beschäftigt worden. Trotz dieser Widrigkeiten gefiel uns Pfadfindern das Lager außerordentlich gut. Gesund, glücklich und mit vielen Erfahrungen reicher sind wir dann am Sonntag, den 11. August 2013 wieder nach Haßmersheim zurückgekehrt. Bis zum nächsten Sommerlager hoffen wir, dass wir die zerstörten und beschädigten Zelte ersetzen können.

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