DPSG Haßmersheim Stamm Benedikt
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Sommerlager 2011 Pfadfinder – Robin-Hoods „raubten“ 500 Euro für die Ärmsten

Pfadfinder aus Haßmersheim engagierten sich beim Sommerlager „im Kampf um Gerechtigkeit“.

Sommerzeit ist Lagerzeit, zumindest für 20 Haßmersheimer Pfadfinder und ihre 5 Gruppenleiter.

 

Am 28.07.2011 machten wir uns daher schon um die Mittagszeit auf den Weg zum Bahnhof, um von dort nach Fürth im Odenwald zu fahren.

Nach einem ordentlichen Fußmarsch kamen wir schließlich gegen Abend im Sherwood Forest „Altlechtern“ an. Um ein bequemes Nachtlager zu haben, wurden gemeinsam die Zelte aufgebaut und anschließend am Lagerfeuer bis spät in die Nacht gesungen.

Am Morgen sollten wir uns alle im Räuberrat versammeln, um dort auf Robin Hood und sein Gefolge zu treffen. Robin Hood, Little John, Bruder Tack, Azeem und Lady Marian baten uns um Hilfe, im Kampf um Gerechtigkeit.

Getreu dem Motto „Nehmt es von den Reichen und gebt es den Armen“ sollten wir Robin bei der Umsetzung dieses Vorhabens unterstützen.

Da jedoch keiner von uns einem Geächteten glich, mussten wir erst eine Art Ausbildung hinter uns bringen. In Workshops fertigten wir Pfeil und Bogen, bauten Köcher, nähten uns Hüte und entwarfen ein Räuberkostüm.

Um mobil zu sein, wurden Steckenpferde gebaut. Aus allerlei Naturmaterialien entstand ein stattliches Waldsofa, auf welchem wir uns mehrfach täglich zu Räuberbesprechungen trafen.

Die Abende verbrachten wir am Lagerfeuer, sangen Räuberlieder, aßen Räuberpopcorn und Lagerfeuerfondue aus dem Feuertopf.

Robin lehrte uns den Umgang, mit Pfeil und Bogen. Teamarbeit und Spaß stand bei allen Aufgaben an vorderster Stelle. Durch viel Training wurden wir zu richtigen Geächteten und wagten endlich unser Gelerntes, im Kampf um Gerechtigkeit, einzusetzen.

Es gelang uns den Sheriff von Nottingham und seine Männer zu überrumpeln und Frieden nach Nottingham zu bringen. Am Abend fand zur Feier des Tages ein großes Räuberfest statt.

Wir grillten am Lagerfeuer und als schon langsam die Dämmerung über den Wald zog, suchten wir Stöcke, um unser Stockbrot zu backen. Müde von den Ereignissen der vergangenen Tage, krochen wir spät abends alle in unsere Schlaflager.

Der nächste Morgen stand dann unter dem Motto „Aufbruch“, denn heute verließen uns alle Wölflinge Richtung Heimat.

Für die größeren Räuber sollte es passend zum Motto „Nehmt es den Reichen und gebt es den Armen“ ein Projekt geben.

Ohne größere Vorgaben der Gruppenleiter sollten sie überlegen, wie sie legal an Spenden kommen, um diese einem wohltätigen Zweck zukommen zu lassen.

Schnell gab es erste Diskussionen unter den jungen Räubern. Es wurde geplant, geschrieben, organisiert und telefoniert und schnell stand eine Idee, Kinderschminken auf dem Marktplatz der Stadt Fürth.

Um die fehlenden Genehmigungen einzuholen, wurde fix ein Termin beim Bürgermeister vereinbart, welcher uns sehr bei unserem Anliegen unterstützte.

Er empfahl uns den örtlichen Einkaufsmarkt als Standort zu wählen, da wir dort die meisten Ansprechpartner finden könnten.

Wieder zurück auf dem Lagerplatz wurden Plakate gemalt, eine Spendenkasse gebastelt und eine wohltätige Organisation ausgewählt.

Schnell stand für alle fest, dass wir „Plan-Deutschland“ unterstützen wollen, um Impfungen für Kinder in Burkina Faso zu bezahlen und einer Familie in Mosambik eine Ziege zu kaufen.

Nach und nach wuchs die Begeisterung und der Ehrgeiz so viele Spenden wie möglich von den „Reichen“ zu sammeln. Kurzerhand boten wir am nächsten Tag, auf einen Tipp des Bürgermeisters hin, neben dem Kinderschminken noch einen Einkaufs- und Einladeservice an.

Nach 5 Stunden beendeten wir unsere Aktion und kehrten auf den Lagerplatz zurück.

Stattliche 320 Eurohaben wir von den „Reichen“ bekommen um sie an die Armen weiter zu geben. Alle Räuber waren über diesen Erfolg sehr glücklich. Das Projekt kann man wohl als gelungen bezeichnen.

Am nächsten Morgen hieß es dann Zelte abbauen und Packen für unseren Haik. Mit vollen Rucksäcken und einem Bollerwagen machten wir uns auf in Richtung Haßmersheim.

16 Kilometer legten wir am ersten Tag zurück und fanden schließlich, nach langem Suchen einen netten Mann, der uns in seiner Gartenhütte in Hüttental übernachten ließ.

Nach einer kurzen Nacht führte uns der Weg am Marbachstausee vorbei, über Beerfelden und schließlich nach Eberbach. Stattliche 25 Kilometer legten wir, an diesem heißen Tag zurück, ehe wir in Eberbach müde und ausgebrannt in den Zug stiegen, um nach Haßmersheim zu fahren. Dort verbrachten wir die letzte Nacht in der Pfarrscheune, verräumten das Lagermaterial und machten uns am nächsten Nachmittag auf den Weg Richtung Eddi-Hütte, um dort mit den Wölflingen und allen Eltern, Freunden und Bekannten ein großes Abschlussfest zu feiern.

Petrus meinte es zum Glück gut mit uns und so konnten wir Grillen, Stockbrot essen, Lieder singen und von den Erlebnissen des Lagers berichten.

Als unsere Eltern und Freunde von unserem Projekt hörten, spendeten sie alle fleißig, so dass am Ende 500 Euro für Plan-Deutschland zusammen gekommen sind.

Ein rundum gelungenes und tolles Sommerlager ging leider zu Ende.

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